Irgendwann ist in jedem Haushalt der Punkt erreicht, an dem die Ecken und Schränke aus allen Nähten platzen. Auch in der Garage haben sich zu diesem Zeitpunkt schon viele Dinge angesammelt, die man nie wieder brauchen wird, die aber zu schade sind, um sie einfach wegzuschmeißen. Kinderspielsachen und Kleidung stehen auf den Listen ganz vorne. Die Kinder wachsen und die Kleidung passt nicht mehr. Bis die eigenen Kinder Nachwuchs bekommen, vergehen noch viele Jahre. Wenn sich dann im Familien- oder Bekanntenkreis niemand findet, der die Sachen abnimmt, stehen sie in Kartons und Säcken verpackt, bis zum jüngsten Tag. Ähnlich ist es mit den Spielsachen, die noch gut erhalten sind, die die Kinder aber nicht mehr interessieren. Diese landen tatsächlich meistens in einer Schachtel oder in einer Garage und Jahre lang denkt niemand mehr an sie, bis eben der Platz zu eng wird.
Flohmärkte gibt es zu Hauf. Warum aber das ganze Zeug in einen Wagen packen und auf ein Gelände fahren, wenn man selbst in der eigenen Garage und auf dem Platz davor die Sachen an den Mann bringen kann? Es geht vielleicht gar nicht so sehr um einen Gewinn, den man mit den alten Dingen noch erzielen kann. Hauptsache die Sachen müssen nicht weggeworfen werden und sind endlich aus den Augen und aus dem Sinn. Der freie Platz, der dann nicht nur in der Garage, sondern auch auf dem Speicher, im Keller und in allen Schränken zu finden ist, wird dann nach Herzenslust wieder gefüllt, bis sich in einigen Jahren das gleiche Spiel wiederholt. Der Mensch ist bekanntlich nicht nur ein Jäger, sondern auch ein Sammler.
