Das Öl in den Motoren von Autos und Baumaschinen hat eine ganz besondere Bewandtnis. Es ist dazu da, die Zusammenarbeit von Kolben und Zylinder zu ermöglichen. Jeder, der schon einmal vergessen hat, das Öl zu wechseln, beziehungsweise nachzufüllen, kann ein Lied davon singen: Vernachlässigt man die Sorge ums Auto im Bezug auf das Motoröl, ist früher oder später ein Kolbenfresser die Folge. Das Auto, beziehungsweise der Motor ist dann kaputt, der Schaden hoch und eigentlich sinnlos, denn das hätte durch wenig Investition von Zeit und Geld verhindert werden können.
Mit neuen Autos fährt man meistens noch zum Kundendienst, um den Ölwechsel mit erledigen zu lassen. Dabei wird das alte Öl abgelassen und nach dem Wechsel des Ölfilters neues, passendes Motoröl aufgefüllt. Die Unterschiede im Öl kennen die Mechaniker der Werkstatt am besten; nicht jedes Öl ist für jede Motorart geeignet. Ein Diesel verlangt eine andere Klopffestigkeit, als ein Benziner, und der Unterschied zwischen Autos und Baugeräten, zum Beispiel Baggern, liegt auf der Hand. Hier muss beispielsweise auch auf das Hydraulik Öl geachtet werden.
Um die Unwissenheit der Fahrzeugbesitzer zu kompensieren, schreiben die Hersteller der Autos in etwa vor, wann der nächste Ölwechsel ansteht. Nach einer gewissen Laufleistung, aber auch nach gewissen Zeitspannen ist bei normaler Beanspruchung eines Autos der Wechsel an der Reihe. Bei Baumaschinen wird die Betriebsdauer in Stunden gemessen, um einen Anhaltspunkt für den Ölwechsel zu erhalten. Wer eine ruhige Motorleistung genießen und die Gefahr eines Kolbenfressers ausschließen möchte, sollte also auch bei alten Autos nicht vergessen, regelmäßig den Ölstand zu prüfen und immer wieder einen Ölwechsel durchführen oder in der Werkstatt machen lassen.
